Spendenaktion Soforthilfe Moldawien für Menschen auf der Flucht
Hilfe für die Helfer

Wir bitten um einen Beitrag als Soforthilfe für die Finanzierung der Logistik- und Betriebskosten des regionalen Zentrums für Flüchtlinge in Edinet/Republik Moldau sowie für Unterkunft und Verpflegung von Menschen auf der Flucht und weiterer Maßnahmen zur Linderung der humanitären Katastrophe in der Ukraine. Herzlichen Dank!

Spendenkonto: Empfänger: Hilfe für die Helfer; IBAN: AT981200010036141918; BIC: BKAUATWW; Stichwort: Soforthilfe Moldau

Ganz herzlichen Dank! Mulțumesc foarte mult! дуже тобі дякую!

Soforthilfe für ukrainische Flüchtlinge in der Republik Moldau – Hilfe für die Helfer

Quasi über Nacht ist die Republik Moldau – dieses kleine zwischen Rumänien und der Ukraine gelegene, selbst von massiver Abwanderung betroffene arme Land – nun Aufnahme- und Transitland einer kaum zu bewältigenden Zahl ukrainischer Flüchtlinge geworden. Neben Polen ist es ins Zentrum internationaler Aufmerksamkeit gerückt. Auch weil mit der abtrünnigen Provinz Transnistrien der Kreml seit 30 Jahren einen gewaltigen Joker im Ärmel hat – und das Schlimmste befürchtet wird.

In den ersten 10 Tagen seit dem russischen Angriff sind schon 230.000 Menschen aus dem Nachbarland Ukraine nach Moldau geflohen. Fast ausschließlich Frauen und Kinder.

Gemessen an der Einwohnerzahl von rund 2,5 Mio. Menschen ist dies das pro Kopf weltweit höchste Flüchtlingsaufkommen.

Während die Ukraine die Kornkammer der Sowjetunion war, galt das Nachbarland Moldau als deren Garten. Familien sind ein länderübergreifendes Netzwerk: man hat Verwandte und Freunde in Nah und Fern, in allen ehemaligen Sowjetrepubliken und ganz besonders in der Nachbarschaft, d.h. in der Ukraine und in Russland. In Moldau spricht man Russisch und Rumänisch. Man versteht Ukrainisch.

Die Hilfsbereitschaft der Moldauer ist überwältigend. Sie haben sich sofort auf die neue Situation eingestellt. Wer kann, nimmt Verwandte, Freunde, Freunde von Freunden und wildfremde Menschen bei sich zu Hause auf. Menschen leeren ihre Speis, bringen Eingemachtes und frisches Essen an die Grenzübergänge und zu den von Gemeinden und ehrenamtlichen Helfern eingerichteten Anlaufstellen und Versorgungszentren für Menschen auf der Flucht.

Trotz gravierender Armut in Moldau selbst werden Decken, Schlafsäcke, Wäsche, Hygieneartikel sowie Kuscheltiere und Spielsachen großzügig gespendet. Unermüdlich werden Fahrten auf eigene Kosten zur ukrainischen Grenze sowie zu den Versorgungs- zentren und Flüchtlingsunterkünften unternommen. Einige greifen noch schnell zu Farbe und Pinsel und richten kommunale und Privatunterkünfte her mit Wickeltischen und Spielecken für die Kleinsten.

Viele Helfer haben seit Tagen nicht mehr als ein paar Stunden geschlafen, Arbeit und Familie vernachlässigt. Nicht nur physisch kommen die Helfer an ihre Grenzen. Bei inflationär hohen Preisen für Gas, Strom und Treibstoff und leeren öffentlichen Kassen sind sie dabei, sich wortwörtlich zu verausgaben.

Bei allem darf man nicht vergessen, dass die selbstlos engagierten, von tiefem Mitgefühl geprägten Menschen in Moldau selbst mit der Angst kämpfen, es könne sie ein ähnliches Schicksal ereilen. Ihr Land könne in den Sog dieses Krieges geraten und am Ende von Russland annektiert werden – wobei sie dann selbst fliehen müssten. „Es ist als lebten wir unter dem schiefen Turm von Pisa“, so beschreiben die Moldauer ihre Lage.

Mit zunehmender Brutalität und fortschreitender Zerstörung in der Ukraine wird in Kürze mit einem noch größeren Zustrom Flüchtender gerechnet. Vom Grauen des Krieges gezeichnet, von tagelanger Flucht entkräftet, krank oder verletzt, werden die Menschen weitaus intensivere und längere Unterstützung benötigen.

Bis die in großem Stil gemachten internationalen Hilfszusagen vor Ort und in den ländlichen Regionen ankommen, kann es dauern. Daher wird jetzt dringend finanzielle Hilfe benötigt, die schnell und unbürokratisch jenen unter die Arme greift, die die Menschen auf der Flucht mit offenen Armen empfangen und dies weiterhin tun wollen.

Angesichts der sich weiter zuspitzenden humanitären Katastrophe und auf dringende Bitte langjähriger Projektpartner in Moldau habe ich die Initiative ergriffen und ein Spendenkonto eingerichtet, um die Helfer in die Lage zu versetzen, ihr Engagement ungebremst fortzusetzen. Mit Ihrer Spende können Sie schnell und wirkungsvoll helfen. Die Mittel werden unmittelbar an die örtliche Flüchtlingshilfe von NGOs und Kommunen zur Finanzierung der erforderlichen Treibstoff-, Strom-, Gas-, Wasser-, und Internet- und sonstigen Betriebs- und Sachkosten sowie weiterer humanitärer Hilfe weitergeleitet.

Gerne können Sie sich persönlich telefonisch oder auf der Website von IASCI informieren.

Bitte überweisen Sie Ihre Spende auf das Konto von Hilfe für die Helfer bei der Bank Austria, IBAN: AT981200010036141918 Stichwort: Soforthilfe Moldau.

Für Ihre Unterstützung sage ich im Namen der Helfer jetzt schon ganz herzlichen Dank!

Ulrike Brüderle
Tel: +43 (0) 6608208303
www.iasci.info